Über mich

Wie bin ich zum Pferchen gekommen?

Eines Samstagsabends, wir sitzen mit Freunden am Küchentisch und spielen Karten, da kommt mir die Idee, dass ich gerne für meine kleine Tochter einen „Lebensbegleiter“ suche. Mein „Lebensbegleiter“ heißt Susi und ist ebenfalls ein Pferdchen. Susi existiert seit dem ich 5 bin, also seit mindestens 27 Jahren. (Verdammt bin ich alt.)

Susi hat alles mit angesehen und mich begleitet. Heute liegt sie nicht mehr in meinem Bett, sondern liegt oben auf dem Kleiderschrank und schaut runter.

Also, mache ich mich auf die Suche nach so einem „Lebensbegleiter“. Leider finde ich keinen, der meinen Ansprüchen gerecht wird: Bio-Qualität, Waschbar mind. auf 30°C (für eine nächtliche Reinigung), nicht allzu groß, also für kleine Hände gemacht und 100% Made in Germany. So doof es auch klingt, ich möchte gerne die „Deutsche“ Wirtschaft unterstützen und „Deutsche“ Arbeitsplätze sichern. Laut Gesetzt muss mind. 20% des Tieres hier gefertigt sein, damit es Made in Germany tragen darf. Aber, ich wollte mehr.

Für waschbar und Größe habe ich unzählige Tiere gefunden, aber Bio-Qualität. Hier hat sich die erste Spreu vom Weizen getrennt. Und dann noch 100% Made in Germany. Ich habe fast unbezahlbare Tiere gefunden (ab 200€ aufwärts).

Ich hole mir ein Papier und einen Stift und beginne das Pferdchen zu skizzieren. Es ist abends und meine Freundin meinte: „Naja, ich kann mir das nicht so richtig vorstellen.“

Es ist Sonntagmorgen. Das Pferdchen ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Ich kann nähen. Also, was mache ich, erstmal suche ich alles zusammen, was ich dafür brauche.

Stoff
Garn
Nähmaschine
Einen Schnitt
Füllmaterial
Youtube für den Matratzenstich

Der Schnitt stellt die größte Herausforderung dar. Mit Tesafilm, Schere, Papier und einen Stift bewaffnet, setzte ich mich an den Tisch und fange an zu zeichnen.

Als ich damit zufrieden war, beginne ich die Stoffe zuzuschneiden und das erste Pferdchen nimmt langsam Gestalt an.

Als ich es nach fünf Stunden fertig hatte, gehe ich zu meiner Freundin (Sie wohnt gerade gegenüber; wir sind Nachbarn.) und halte ihr das Pferdchen vor die Nase. Sie sagt, „wow, toll, als ob ich es im Laden gekauft hätte. Doch wo ist der Schwanz?“

„Ja, der Schwanz ist etwas kompliziert, ich weiß nicht, wie ich den machen soll. Auch weiß ich nicht so recht, wie ich den am Besten befestigen kann.“

„Dann nenn das Tier doch einfach „KeinSchwanzPferdchen“.“

Nun, sind drei Jahre der Vorbereitung ins Land gegangen und jetzt kommt es auf den Markt.

Ich danke allen, die mich durch diese Zeit ertragen haben, besonders mein Mann.

Und ich danke jedem, der ein Pferdchen kauft.

Eure Manuela

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